Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 03.09.2018

Gedenken am Antikriegstag

Am 1. September erinnern Gewerkschaften daran, dass es dieser Tag war, an dem Nazi-Deutschland mit dem Überfall auf Polen 1939 den Zweiten Weltkrieg entfacht hat. DGB-Vorsitzender Joachim Sopha erinnerte in Flensburg daran, dass Kriege und gewalttätige Konflikte Ursachen haben. „Der Boden wird zuvor bereitet mit Hass, Intoleranz und Lügen, Feindschaft wird geschürt. Wer Menschen ausgrenzt oder verfolgt, der will nichts Gutes“, sagte er und mahnte respektvolles miteinander reden und streiten an. Gemeinsam mit VertreterInnen der SPD, der Linken und der VVN-Bund der Antifaschisten legte er auf dem Friedenshügel Blumen nieder.

Für Joachim Sopha ist der 1. September als Gedenktag immer aktuell, denn es könne nie aus der Mode kommen, an die Opfer von Kriegen und Kriegswirren zu erinnern. „Wir vergessen viel zu schnell und nehmen hinter den vielen schrecklichen Bildern in den Medien die realen Menschen und ihre Not nicht mehr wahr“. Außerdem müsse immer wieder darauf hingewiesen werden, den Waffenhandel in Krisengebiete zu stoppen und die Rüstungsausgaben zu reduzieren. Der DGB lehnt es ab, die Rüstungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen. „Das wären allein in Deutschland 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich, für Wohnungsbau, Kitas, Schulen und soziale Sicherheit, fehlen“, gibt Joachim Sopha zu bedenken.

 

mw

v.l Joachim Sopha, Stadtverband Flensburg und Ludwig Hecker, VVN Flensburg mw


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