Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 06.10.2017

An den Verhandlungstisch, Remondis!

Warnstreik bei Remondis - die KollegInnen sind sauer, weil ihr Arbeitgeber nicht einmal einen Termin für die Aufnahme von Tarifverhandlungen vereinbaren will. Deshalb wurden am Mittwoch die Mülltonnen in Heide und Umgebung nicht abgeholt, der Recyclinghof in Brunsbüttel war geschlossen, auch auf Sylt und in Hamburg wurde die Arbeit niedergelegt. Der Gewerkschaft ver.di geht es nicht nur darum, über Entgelt zu verhandeln - sie fordern sechs Prozent mehr Lohn. Es geht insbesondere auch darum, die stufenweise erhöhung des Gehaltes an die Dienstjahre zu koppeln. "Das will der Arbeitgeber stoppen", sagt Matthias Krämer, ver.di. Er macht seinem Ärger Luft: "Das ist reine Hinhaltetaktik von Remondis, deshalb gibt es jetzt einen Warnstreik".

Werner Weiss vom DGB-Kreisverband Dithmarschen betont, wie wichtig demokratische Beteiligungsformen, gerade für Tarifverhandlungen sind. Dazu gehört die Fähigkeit, in einen Dialog miteinander einzutreten, über unterschiedliche Positionen zu streiten und auch Konflikte offen zu bereden. Dann sind alle Wege offen, einen Kompromiss zu finden.

Angesichts einer Unternehmensleitung, die sich – wie Remondis – allen Gesprächen verweigert und über einen Tarifvertrag nicht einmal verhandeln will, betont Weiss: „Wer nicht in einen Dialog eintreten will, hat noch nicht verstanden, dass die demokratische Übung vor Ort auch in den Betrieben beginnt. Sich zu verweigern ist keine demokratische Tradition. Deshalb fordere ich die Arbeitgeberseite ganz entschieden auf: Kommen Sie an den Verhandlungstisch!“

 

 


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