Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 10 - 27.11.2017

Frei leben - ohne Gewalt!

Statistisch gesehen ist der für Frauen gefährlichste Ort ihr eigenes Zuhause: jede vierte Frau zwischen 16 und 80 Jahren wird irgendwann im Leben einmal Opfer gewalttätiger Handlungen ihres Partners. Das sagt jedenfalls die offizielle Statistik der Polizei. Der 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“, daran erinnerte auch die DGB-Bezirkskonferenz. 

Lisa Straka, Frauensekretärin beim DGB machte Mut und forderte die GewerkschafterInnen auf, nicht wegzuschauen, wenn es in Betrieben oder Verwaltungen zu Diskriminierung, sexuellen Anspielungen oder Nötigung kommt. Sie wies insbsondere auf eine Betriebsvereinbarungen der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) zur Verhinderung sexueller Belästigung am Arbeitsplatz hin.

In Flensburg sind in diesem Jahr von Januar bis September 860 Beratungsgespräche beim Flensburger Frauennotruf geführt worden. Der Gedenktag, den öffentliche Verwaltungen und auch die Polizeidiensstellen unterstützen soll deutlich machen, dass häusliche Gewalt keine Privatangelegenheit ist. In vielen Städten machen die Bäcker mit: „Gewalt kommt nicht in die Tüte“, steht auf ihren Brötchentüten und dazu die Nummer der örtlichen Beratungsstellen. In diesem Jahr sind auch die Optiker dabei „Augen auf“ lautet ihr Motto gegen Gewalt an Frauen.

Zum Hintergrund: Die Schwestern Mirabel, Mitglieder der „Movimiento Revolucionario 14 de Junio“ wurden 1960 vom Militär des Diktators Truillo in der Dominikanischen Republik verschleppt und anschließend ermordet. 1981 wurde bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen und 1999 offiziell durch die Vereinten Nationen aufgegriffen.

 

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Delegierte der DGB-Bezirkskonferenz am 25. November in Lübeck. ph

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Lisa Straka bei ihrer Ansprache ph


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