Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 12 - 13.04.2016

"Mitgestalten ist besser als nörgeln"

Das rote Infomobil ist schon von weitem sichtbar, wenn die DGB-Jugend Station an der Berufsschule in Niebüll macht. Sie bieten nicht nur Informationen über Sinn und Zweck von Gewerkschaften an, sondern auch das Projekt „Demokratie macht Schule“. Das ist eine Unterrichtseinheit mit verschiedenen Modulen zu Demokratie, Staat und Gesellschaft und wie man sich beteiligen und mitgestalten kann. Dabei geht es von Globalisierung über Gleichberechtigung und Gerechtigkeit bis zu Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. „Wir wollen das Interesse der Jugendlichen wecken und sie darin bestärken sich einzumischen“, sagt Philipp Thom, Jugendbildungsreferent beim DGB-Bezirk Nord. Möglichkeiten gibt es dafür schon in der Schülervertretung an der jeweiligen Schule oder auch in der Jugend- und Auszubildendenvertretung im Betrieb.

Im Unterricht wollen die Teamer von der DGB-Jugend aber nicht nur Handlungs- und Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen, sondern die angehenden TischlerIn, BäckerIn, Kfz-MechatronikerIn oder PflegeassistentIn auch aktivieren und sie zum Mitdenken und Nachfragen anregen. „Das funktioniert bisher ganz gut“, bestätigt Isabel Artus, Projektsekretärin bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, „ und wir freuen uns, wenn am Ende die Erkenntnis steht, dass mitgestalten zwar manchmal anstrengend, aber immer besser ist als nur zu nörgeln“.

Das findet auch der DGB-Kreisvorsitzende Mathias Wötzel, der die Teamer der DGB-Jugend in einer Schulpause besuchte und darauf aufmerksam machte, dass es Zeit wird, auch das Berufsbildungsgesetz zu modernisieren, um die duale Ausbildung zu stärken.

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Isabel Artus, Projektsekretärin bei der NGG und Mathias Wötzel, DGB-Kreisvorsitzender Nordfriesland im Gespräch mit Azubis dgb

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Die Teamer vom DGB und Mathias Wötzel, DGB-Kreisvorsitzender, rechts, wollen eineReform desBerufsbildungsgesetzes, um die duale Ausbildung zu stärken. ph


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