Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 22.06.2018

Busfahrer wollen faire Bedingungen

Das Tariftreuegesetz (TTG) in Schleswig-Holstein soll geändert werden – mit schwerwiegenden Folgen für die Beschäftigten im Baugewerbe, der Gebäudereinigung, Briefzustellung, Sicherheitsdiensten, Abfallwirtschaft und dem Öffentlichen Personennahverkehr. Busfahrer informierten vor dem Husumer Bahnhof die Fahrgäste und sammelten Unterschriften. „Wir wollen fairen Wettbewerb und kein Lohndumping“.

Dafür bekamen sie viel Zuspruch von den Fahrgästen. Die wollen nicht nur Sicherheit beim öffentlichen Personennahverkehr, sondern auch ordentliche Bedingungen für die Busfahrer. Und die stehen auf dem Spiel, wenn sich der liberale Wirtschaftsminister durchsetzt und Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen im TTG aufweicht. „Die Personalübernahme mit dem Erhalt der bisherigen Bedingungen bei einem Betreiberwechsel soll komplett gestrichen werden“, sagt der für Verkehr zuständige ver.di-Sekretär Sascha Bähring. Das bedeutet für die Beschäftigten, dass alle über die Jahre der Betriebszugehörigkeit erworbenen Ansprüche dann wegfallen, zum Beispiel beim Weihnachts- und Urlaubsgel, der Altersvorsorge, bei Zulagen und Ruhezeiten. Außerdem soll Tariftreue im ÖPNV nur noch für das Entgelt gültig sein und nicht mehr für andere Bedingungen wie Arbeitszeiten oder Urlaub. Kontrollen und Sanktionen bei Verstößen soll es auch nicht mehr geben. „Da steht viel auf dem Spiel nicht nur für unsere KollegInnen, sondern auch für die ÖPNV-Kunden“, sagt Sascha Bähring und kündigt weitere Aktionen gegen die TTG-Änderungen an.

ph

Mitte: Nils-Holger Fischer, Betriebsrat Autokraft ph


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