Deutscher Gewerkschaftsbund

29.08.2013

DGB feiert neuen Kreisvorstand Nordfriesland

Mit Gästen aus Politik, Initiativen und Wirtschaft feierte der DGB seinen neuen Kreisvorstand in Nordfriesland – bei Pfannkuchen und Brause am Husumer Hafen. Neben dem Willkommen war es aber auch ein Abschied. So geht der bisherige DGB Kreisvorsitzende Klaus Kasparek in den wohlverdienten Ruhestand – über viele Jahre das Gesicht des DGB in der Region. Sein Nachfolger im Amt ist nun Mathias Wötzel, Betriebsrat im Husumer Werk des Windradherstellers REpower.

Und Wind ist auch eines der großen Themen des neu gewählten Kreisvorstandes Nordfriesland. Mathias Wötzel: „Es macht mich richtig wütend, wie die derzeitige Bundesregierung die Energiewende blockiert und damit Arbeitsplätze gefährdet. Die Energiewende ist die Chance für die Westküste, industriepolitisch nicht völlig abgehängt zu werden. Wind ist unser Zukunftsthema. Betriebe, Beschäftigte und auch Investoren brauchen aber Investitionssicherheit und klare Signale von der Bundesregierung, dass die Windenergie Zukunft hat.“ Aber Wötzel macht auch klar, dass die Beschäftigten beteiligt sein müssen: “Saubere Energie braucht gute Arbeit. Dazu gehören Mitbestimmung, also Betriebsräte, und vor allem Tarifverträge!“ Bei REpower gibt es seit dem 1. Mai einen Tarifvertrag, den Wötzel jetzt zum Exportschlager machen will.

Die Arbeitsbedingungen im Tourismus liegen dem neuen Kreisvorstand besonders am Herzen. Anknüpfend an die Sylt-Aktionstage im letzten Herbst, als der DGB Pendlerinnen und Pendler nach ihren Sorgen und Nöten am Arbeitsplatz befragte, werden die Gewerkschafter weiter aktiv sein. „Wenig Geld, aber viel Stress – das ist pointiert zusammenfasst das Ergebnis unserer Pendler-Umfrage über die Arbeitsbedingungen auf Sylt.“, so Susanne Uhl, Regionsgeschäftsführerin des DGB im Nordwesten: „Dass wir daran gemeinsam mit den Beschäftigten etwas ändern wollen haben wir versprochen.“ Uhl macht klar, dass für den DGB dazu auch die Verbesserung der Bahnverbindung zwischen Westerland und dem Festland gehört. Da gerade über die Ausschreibung für die Bahnverbindung an der Westküste ab 2015 verhandelt wird, sei das die Gelegenheit sich einzumischen. „Und das werden wir tun“ verspricht Susanne Uhl. 

 


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