Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 01.04.2020

Kurzarbeit: Regionale Zahlen zeigen das ganze Ausmaß

Im Kreis Schleswig-Flensburg haben zum Stichtag 25. März 117 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Betroffen sind 2.880 Beschäftigte.

Im Kreis Steinburg haben zum Stichtag 25. März 45 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Betroffen sind 609 Beschäftigte.

Im Kreis Dithmarschen haben zum Stichtag 25. März 69 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Betroffen sind 841 Beschäftigte.

In der Stadt Flensburg haben zum Stichtag 25. März 86 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Betroffen sind 1.666 Beschäftigte.

Im Kreis Nordfriesland haben zum Stichtag 25. März 163 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Betroffen sind 2.290 Beschäftigte.

Die tatsächlichen Zahlen werden in den kommenden Tagen und Wochen jedoch rapide ansteigen. Eine heute veröffentlichte Sonderauswertung der BA hat schon bundesweit rund 470.000 Anzeigen von Betrieben registriert. „Diese immens hohe Zahl zeigt, wie groß die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Arbeitsleben sind“, erklärt der nordfriesische DGB-Vorsitzende Ralf Nissen.

Die Regelungen zur Kurzarbeit wurden aus aktuellem Anlass geändert: Betriebe können diese Unterstützung wegen der Corona-Krise jetzt schneller und früher erhalten. Sie werden zudem von sämtlichen Lohnkosten befreit, da ihnen die Sozialversicherungsbeiträge erstattet werden. Die Beschäftigten erhalten 60 bzw. 67 Prozent ihres bisherigen Nettogehalts. „Einen Teil der Entlastung bei den Lohnkosten sollten die Arbeitgeber verpflichtend an die Beschäftigten weitergeben müssen, um deren Einkommen aufzustocken,“ fordert Ralf Nissen.

Das Prinzip Kurzarbeit sei äußerst sinnvoll, denn es helfe, Einbrüche zu überbrücken und Beschäftigung zu sichern. „Aber die Lohneinschnitte sind bitter. Gerade diejenigen mit kleinen Einkommen sind besonders hart betroffen. Viele Beschäftigte geraten durch Mieten und andere finanzielle Verpflichtungen in existenzielle Nöte“, warnt der Gewerkschafter. Er rät allen Betroffenen dringend, alle finanziellen Hilfen von Aufstockung bis Wohngeld auch in Anspruch zu nehmen.

Aktuelle Informationen, welche Möglichkeiten es – auch mit erleichtertem Zugang – gibt, bietet die Internetseite www.sh-nordwest.dgb.de

 

 


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