Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 04.03.2024

Internationaler Frauentag - Frauen Wählen

Gabi Wegner

Gabriele Wegner, DGB Regionsgeschäftsführerin DGB

Die Wahlen zum Europäischen Parlament finden am 9. Juni 2024 statt. Angesichts zunehmender populistischer, antidemokratischer, antifeministischer und zugleich europafeindlicher Tendenzen in den EU-Ländern, geraten Frauenrechte und der Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit immer stärker unter Druck.

Die Frauen im DGB werben deshalb zum Internationalen Frauentag 2024 für ein demokratisches und sozial gerechtes Europa, das weiterhin als Motor für die gleichberechtigte Teilhabe beider Geschlechter an der Erwerbs- und Sorgearbeit wirkt. Unter dem Motto „Frauen wählen“ setzt der DGB zum Internationalen Frauentag 2024 ein Zeichen für die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in Europa. Mit seinem Aufruf zum Internationalen Frauentag fordert er alle Wahlberechtigten auf, ihre Stimme zu nutzen und jene politischen Kräfte zu stärken, die gewerkschaftliche Positionen teilen und nach Geschlechtergerechtigkeit streben.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehört von Anfang an zu den Grundwerten der Europäischen Union (EU). Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass in den Mitgliedstaaten die Benachteiligung von Frauen abgebaut, ihre Gesundheit geschützt und ihr Recht auf Selbstbestimmung gestärkt wird.

„Die Demokratie in Deutschland und in der gesamten EU steht unter Druck! Jetzt müssen wir ein starkes Zeichen setzen. Anlässlich des Internationalen Frauentages rufen wir alle Wahlberechtigten auf, die demokratischen Kräfte zu stärken. Jede und jeder kann Europa durch die eigene Stimme mitgestalten und verändern! “, sagt Gabriele Wegner, Regionsgeschäftsführerin der DGB Region SH Nordwest

Das ist wichtiger denn je: Wo rechtspopulistische und nationalistische Kräfte an der Macht sind, geraten mit der Demokratie auch die Frauenrechte in Bedrängnis. Antifeminismus und sexistische Hetze im Netz gehen einher mit einem Rückfall in überholte Rollenzuschreibungen und Strukturen, die Frauen benachteiligen. „Wir werden unsere europäischen Grundwerte verteidigen. Europa ist ein Motor für Gleichstellung und ein Bollwerk gegen den Antifeminismus der Rechtspopulisten“, so Gabriele Wegner.

Wir fordern die Gleichstellung von Frauen und Männern durch verbindliche europäische Regelungen. Frauen brauchen bessere Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung und ein selbstbestimmtes Leben. Dazu gehören gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, gerechte Steuersysteme ohne Nachteile für Frauen, eine Arbeitswelt und ein Leben frei von Gewalt, eine faire Aufteilung von bezahlter Erwerbs- und unbezahlter Familienarbeit zwischen Frauen und Männern und gute öffentliche Angebote für die Betreuung von Kindern sowie die Versorgung von Pflegebedürftigen.

„Frauenrechte sind Menschenrechte. Tatsächliche Gleichstellung gibt es nur in einem demokratischen und sozialen Europa.“, betonte Gabriele Wegner.

Die Europäische Union liefert seit ihrer Gründung unverzichtbare Impulse für die Gleichstellung: Die Vereinbarkeitsrichtlinie beispielsweise stärkt die Rolle der Väter und fördert die gerechte Verteilung von Familienarbeit. Die Entgelttransparenzrichtlinie verpflichtet Arbeitgeber zur Lohntransparenz, damit der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ endlich Wirklichkeit wird.

„Deshalb heißt es am 9. Juni: Frauen wählen! Nutzt eure Stimme - für ein vereintes, demokratisches und soziales Europa. Für eine gute Zukunft für Männer und Frauen! so Gabriele Wegner‘s Fazit.


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