Deutscher Gewerkschaftsbund

PM . - 24.01.2023

Flurgespräche Diako- Was nun?

Ist die Insolvenz schon abgewendet? Wir fragen nach!

Gabi

Gabi Wegner, DGB Regionsgeschäftsführerin SH Nordwest DGB

Hintergrund der Gesprächsrunde, zu der mehr als 50 Kolleg*innen gekommen waren, ist die von der Diako im November 2022 angemeldete Insolvenz in Eigenverwaltung, die von Insolvenzverwaltern begleitet wird. Klar ist inzwischen, dass Einsparungen bis zu 16 Millionen Euro erforderlich sein werden, um sich für die Zukunft sicher aufzustellen. Klar wurde darüber hinaus auch, dass die bisher öffentlich angekündigten Kürzungen der Stellen nicht nur 110 Mitarbeiter*innen treffen wird, sondern am Ende – bei Einbeziehung der ausgelagerten Bereiche – deutlich mehr.

Susanne und Nico

Susanne Welzk, IG BAU und Nico Wickleder, ver.di DGB

 

Eingeladen waren Betriebsräte der Diako Service GmbH, Ingo Tüchsen, Geschäftsführer der Diako, Sönke Behrens, Geschäftsführer der Diako Service GmbH, Mathias Norden von der MAV der Diako, Nico Wickleder, ver.di, Susanne Welzk, IG BAU moderiert von Gabi Wegner, DGB Regionsgeschäftsführerin.

Artur und Helga

Artur Skwarek und Hella Potratz, Betriebsräte Diako Service GmbH DGB

In der intensiven Diskussion ging es deshalb um den angedachten Stellenabbau bei der Diako Service GmbH und der Diako, der Hol- und Bringedienste. Kritisiert wurde von den Reinigungskräften, dass es bereits jetzt zu Leistungsverdichtungen kommt und die Reinigungskräfte mehr als 200 Überstunden vor sich herschieben und nicht wissen, wie diese abgebaut werden können.

 

 

 

Tüchsen und Denkhaus

Ingo Tüchsen, Geschäftsführer Diako und
Insolvenzverwalter Denkhaus
DGB

Die Reinigungskräfte entlasten so das Pflegepersonal, das würde ebenfalls entfallen. Im Rahmen der Insolvenz soll nun geprüft werden, wie im Servicebereich Küche und Reinigung gespart werden kann und was für den Patienten wirklich nötig ist. Die zahlreichen anwesenden Kolleg*innen gaben zu bedenken, dass bereits jetzt alles auf Kante genäht ist und fragten: Wie sollen hier nochmal 20% eingespart werden? Was wird outgesourct? Wer muss um seinen Arbeitsplatz bangen? Was ist mit Gehaltskürzungen in einem Bereich, in dem eh schon nicht gut verdient wird?

 

Mathias Norden

Mathias Norden, MAV Diako DGB

 

 

Herr Denkhaus, Sanierungsbeauftragter für die DIAKO antwortete hierzu lediglich: „Wir sind auf einem guten Weg und dabei schnelle Lösungen zu finden, damit die Solidarität der Mitarbeiter*innen bleibt. Herr Tüchsen, Geschäftsführer der Diako ist verantwortlich gegenüber den Gläubigern und verpflichtet die Kosten zu senken.“

Am Ende blieben viele Fragen offen und konnten nicht abschließend beantwortet werden, da jetzt geprüft werden muss, was geht wie? Die Aufforderung alle müssen ihren Beitrag leisten, wirft die Frage auf: Wozu. wenn ich eh meinen Arbeitsplatz verliere? Wirklich befriedigende Antworten sehen anders aus!

Wir bleiben dran!

Berend

Sönke Behrens, Geschäftsführer Diako Service GmbH DGB

 

 

 

 


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