Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 06.02.2006

Vorfahrt für Familie


DGB und Gleichstellungsbeauftragte haben vor Weihnachten unter dem Motto"Vorfahrt für Familie? eine Umfrage bei Brunsbütteler BürgerInnen gemacht. Dabei galt es herauszufinden, wie zufrieden Mütter, Väter und Jugendliche mit dem Angebot für Kinder und Jugendliche in der Stadt sind."Die Umfrage ist nicht repräsentativ, aber als Stimmungsbarometer hilfreich?, so DGB-Vorsitzender
Karsten Wessels
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Die meisten Rückmeldungen beziehen sich auf das Angebot für Jugendliche, das von 59% der Befragten als nicht ausreichend empfunden wird. Angeregt wurden mehr Aktivitäten am Wochenende und außerhalb des Hauses der Jugend, eine Jugend-Disco und ein Jugendclubs. Die Sorge besteht, dass Jugendliche"auf der Straße herumhängen?, weil sie keinen Ort haben, an dem sie sich treffen können.

Ein großer Anteil der Befragten (52%) ist mit der Ausstattung der Spielplätze nicht zufrieden. Hier wird von den Eltern großer Wert auf Qualität der Spielgeräte, Sicherheit und Sauberkeit gelegt. Die Stadt gibt sich hier viel Mühe und fährt die Spielplätze regelmäßig ab, erneuert kaputte Teile, aber anscheinend kommt es doch immer wieder zu Verunreinigungen und Zerstörungen.

Dass die Schulen mehr tun müssten, ist die Meinung von 26% der Befragten, die sich bessere Lernbedingungen, mehr AGs für Sportaktivitäten und eine Ganztagsschulbetreuung mit Mittagessen wünschen. Auch die Ausstattung der Schulhöfe könnte phantasievoller aussehen.

Im Bereich der Kinderbetreuung wurden mehr Plätze für unter 3-jährige eingefordert, die Vorschule und mehr Transparenz bei den städtischen Betreuungsangeboten. Betroffene Väter und Mütter sind über die vorhandenen Möglichkeiten offenbar nicht genügend informiert, z.B. auch bei der Betreuung in den Ferien.

Bei den Arbeitsbedingungen fällt auf, dass Arbeitszeiten offenbar nicht immer mit den Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen in Übereinstimmung gebracht, Teilzeitbedarfe nicht erfüllt werden und der Wunsch besteht, Büroarbeit auch von zu Hause aus zu erledigen, damit gut ausgebildete Frauen nicht aus beruflicher Tätigkeit ausscheiden müssen.

Im Bereich Wohnumfeld gab es ganz konkrete Anregungen, z.B. babygerechtes Einkaufen zu erleichtern, indem ein Babysafe auf den Einkaufswagen installiert wird, Bürgersteige abgesenkt werden, damit man mit Kinderwagen besser zurecht kommt und längere Grünphasen bei den Ampeln. Das Freibad wurde als ganz wichtig für Kinder eingestuft und eine Verschönerung der Stadt durch Grünpflanzen unterstützt.

DGB und Gleichstellungsbeauftragte wollen  am Thema"Vorfahrt für Familien? dranbleiben, werden weitere Gespräche vor Ort führen. Es geht darum, die Familienfreundlichkeit in Brunsbüttel weiter zu entwickeln."Dabei gewinnen alle, die Betriebe, die Kommune und natürlich Väter, Mütter und Kinder?, sagt Wessels.







 

 

 

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