Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 23.02.2023

Schluss mit der Gewalt gegen Menschen im Dienst der Gesellschaft

Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!

Betrachtet man die bloßen Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik leben wir heute in der sichersten Bundesrepublik seit langem. Die Kriminalität nimmt ab. Langsam aber stetig. Und trotzdem stellen wir eine unübersehbare Verrohung der Gesellschaft fest, die sich in den letzten Jahren statistisch auch durch die hohe Zahl von Beleidigungen und Gewaltdelikten gegenüber Beschäftigten im öffentlichen und privatisierten Sektor bemerkbar macht. Eine Rekordzahl von Polizistinnen und Polizisten Opfer einer Gewalttat. Die Zahl der Angriffe auf Beschäftigte bei der Bahn hat sich in wenigen Jahren fast verdreifacht. Aber auch gegenüber Beschäftigten aus Feuerwehr, Rettungskräften, dem Zoll, dem öffentlichen Nahverkehr oder in Krankenhäusern nehmen Übergriffe zu. Immer häufiger werden diejenigen zum Ziel von Beleidigungen, Drohungen und tätlichen Angriffen, deren Arbeit uns allen zugutekommt. Betroffen sind also alle Beschäftigtengruppen im öffentlichen Dienst und privatisierten Dienstleistungssektor.

Wir haben zum Mittagsgespräch in den Husumer Speicher eingeladen und die aktuellen Zahlen und die Forderungen des DGB zur Kampagne vorgestellt. Mit dabei waren Betroffene, wie Kai Röpke von der Berufsfeuerwehr und Benjamin Grimm, Autokraft. Kai Röpke berichtet über Übergriffe, die keine Seltenheitheit sind, welche er bei Einsätzen erlebt hat. Ihm wurde mit dem Gebrauch einer Schusswaffe gedroht.  Benjamin Grimm ist täglich Anfeindungen ausgesetzt und froh darüber, dass ihn eine Scheibe von seinen Fahrgästen trennt. Uwe Schmitz, Bürgermeister der Stadt Husum nahm ebenfalls Stellung. Es entstand ein reger Austausch zur Kampagne. Die Frage nach Lösungen zum Problem der Übergriffe wurde kontrovers diskutiert. Doch allen ist klar: Die Kampagne ist aktueller denn je! Lasst uns aktiv zusammenstehen und der Entsolidarisierung der Gesellschaft entgegenwirken.  

 

Aktivbus unterstützt die Kampagne. Wir sagen Danke!

DGB

v. l.: Benjamin Grimm, Autokraft, Kai Röpke, Berufsfeuerwehr, Gabi Wegner, Regionsgeschäftsführerin und Uwe Schmitz, Bürgermeister vor dem Bus, der die Kampagne bewirbt. DGB


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