Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 04.10.2011

Ausbildungsreport 2011

Noch immer ist es keine Selbstverständlichkeit, dass jede/r Interessierte auch einen Ausbildungsplatz bekommt. Langsam scheint sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt durch den demographischen Wandel jedoch zu entspannen. Die bestehenden Probleme werden sich aber nicht allein dadurch lösen lassen. Während auf der einen Seite Betriebe in verschiedenen Branchen den Fachkräftemangel immer lauter beklagen, waren im Jahr 2010 noch immer 320.000 Jugendliche in Maßnahmen des sogenannten »Übergangssystems«. Für viele Jugendliche, die keine Maßnahme sondern einen betrieblichen Ausbildungsplatz benötigt hätten, bedeutet dies unnötige Warteschleifen und fehlende Perspektiven. Diese Jugendlichen brauchen eine faire Chance, genauso wie viele ganz unterschiedlich benachteiligte jungen Menschen. Das Fachkräftepotential ist da. 

Gleichzeitig wird auch der Einstieg in das Arbeitsleben nach der Ausbildung für Jugendliche immer schwerer. Fehlende Übernahmeaussichten und eine wachsende Zahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse trüben die Perspektiven vieler Jugendlicher. Im Jahr 2010 ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Zahl der atypisch Beschäftigten in der Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen auf den neuen Rekordstand von 714.000 gestiegen. Die Zahl junger Normalarbeitnehmer/innen ist dagegen im Vergleich zum Vorjahr mit knapp 1,2 Millionen fast gleich geblieben. 

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