Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 11.03.2008

Mindestlohn und Modenschau

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Ich bin mehr wert - das DGB-Motto zum Internationalen Frauentag  trifft die Situation vieler Frauen in Itzehoe. Sie schuften über die Maßen, werden aber unter Wert bezahlt. Frauen arbeiten häufig im Handel, Gastgewerbe, Dienstleistung oder Pflege - Bereiche,  in denen niedrige Löhne gezahlt werden. "Frauen verdienen immer noch 22% weniger", führte Lisanne Straka, Leiterin der Abteilung Frauen beim DGB-Bezirk Nord, aus. Damit sei Deutschland Spitzenreiter, nur Estland, die Slowakei und Zypern bezahlen ihre Frauen schlechter. "4,87 Euro für eine ausgebildete Fachkraft in der Pflege ist kein Beispiel aus Absurdistan, sondern aus dieser Region", erklärte DGB-Frau Straka. Die Minijobs, deren Zahl rasant angestiegen ist, sind ihr ein Dorn im Auge, denn von 400 Euro, die höchstens gezahlt werden, könne niemand eine eigenständige Existenz finanzieren. Um den freien Fall der Löhne zu stoppen, müsse ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden. "Frauen wären die Gewinnerinnen", so Straka.

Nicht nur die Politik sollte am Frauentag in Itzehoe eine Rolle spielen, so die Veranstalterinnen DGB-Frauen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Itzehoe und die AG sozialdemokratischer Frauen. Eine Modenschau von und mit den Mitarbeiterinnen der Textilwerkstatt "Bisa-Baum" zeigte Kleidung für jeden Geschmack und jedes Alter. Eine kleine Pippi Langstrumpf mit Ringelstrümpfen lief genauso über den Laufsteg wie ein Hochzeitspaar. Sinn der Modenschau war es, den Besucherinnen zu zeigen, dass auch Secandhand-Ware modisch und gut zu tragen ist.

Nicht nur Frauen in der DGB-Region Unterelbe beteiligten sich am Frauentag. Auch die Kollegen aus den Ortsverbänden Heide und Wedel waren aktiv. Sie verteilten Rosen und informierten über den Mindestlohn.

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