Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - - 25.11.2021

In­ter­na­tio­na­ler Tag ge­gen Ge­walt an Frau­en 2021

25.11.2021

dgb

Sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz trifft überwiegend Frauen. Mit der „Konvention 190“ hat die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) erstmals ein internationales Übereinkommen gegen Gewalt am Arbeitsplatz beschlossen, das eine weltweit gültige Definition von sexualisierter Belästigung und Gewalt in der Arbeitswelt festlegt. Griechenland hat als erster europäischer Staat das Übereinkommen im August dieses Jahres ratifiziert und auch Italien hat Ende Oktober die Ratifizierung bei der ILO eingereicht. Jetzt muss auch Deutschland endlich Flagge zeigen und diesen Beispielen folgen.

Der DGB weist darauf hin, dass die Unternehmen gesetzlich verpflichtet sind, gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorzugehen (§ 12ff. AGG). Sie müssen vorbeugende Maßnahmen treffen, ihre Beschäftigten schulen, im Fall einer sexuellen Belästigung die geeigneten, erforderlichen und angemessenen Maßnahmen gegenüber belästigenden Beschäftigten ergreifen. Dazu gehören Abmahnung, Umsetzung, Versetzung oder Kündigung. Betriebe müssen auch wirksame Maßnahmen gegenüber belästigenden Dritten ergreifen, Beschwerdestellen einrichten sowie die Belegschaft über diese und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) informieren.  Es fehlt in vielen Betrieben an Ansprechpartner*Innen, Beratungsangeboten, Notrufnummern und Aushängen am Schwarzen Brett.

Der DGB bekennt sich mit der Unterzeichnung der bundesweiten  Erklärung „Gemeinsam gegen Sexismus und sexuelle Belästigung“ zu dem Ziel, eine gleiche Teilhabe aller Menschen in Kultur und Medien, frei von Sexismus, sexueller Belästigung und rückwärtsgewandten Rollenstereotypen – an den Arbeitsplätzen, aber auch in Texten, Filmen und auf der Bühne. https://www.dialogforen-gegen-sexismus.de/gemeinsame-erklaerung-gegen-sexismus.


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