Deutscher Gewerkschaftsbund

05.03.2021
Internationaler Frauentag

Gleichstellung geht alle!

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist in Deutschland ist im Grundgesetz Art. 3 verankert – jedoch in vielen Lebensbereichen nicht erreicht. Einkommen und Rente, Zeit für Sorge- und Erwerbsarbeit sowie Chancen auf beruflichen Aufstieg sind noch immer ungleich verteilt.

Der Großteil unbezahlter Familien- und Sorgearbeit wird nach wie überwiegend von Frauen übernommen, dies spiegelt sich in der Arbeitszeit wider: Fast jede zweite Frau, aber nur jeder zehnte Mann arbeitet in Teilzeit. Diese Arbeitszeitlücke ist der Hauptgrund für die große Entgeltlücke: Frauen verdienen im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer und erhalten nur halb so viel Rente. Frauen treten zwar längst genauso gut qualifiziert wie Männer in den Arbeitsmarkt ein, sind aber längst nicht angemessen repräsentiert, wo die Entscheidungen getroffen werden – sowohl in den Leitungsebenen der Privatwirtschaft und des Öffentlichen Dienstes als auch in den Parlamenten.

Bis hierher errungene Fortschritte sind in Zeiten wachsender antifeministischer und antidemokratischer Kräfte nicht mehr selbstverständlich. Im Gegenteil: Mit der Verschiebung des politischen Spektrums nach rechts und der einhergehenden Sehnsucht nach überholten Rollenbildern, müssen diese entschieden verteidigt und vorangetrieben werden. Auch mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie droht eine Retraditionalisierung der Geschlechter. Unsere Gesellschaft steht vor alten und neuen Herausforderungen, die gleichstellungspolitische Schritte nach vorne unabdingbar machen. Demokratie ohne Gleichstellung ist undenkbar.

Der DGB setzt sich überall dort ein, wo es für Frauen in der Arbeitswelt nicht voran – oder rückwärts – geht, damit Frauen und Männer die gleichen Chancen auf wirtschaftliche Unabhängigkeit und Verwirklichungschancen haben.

Frauen tragen die Hauptlast der Krise

dgb

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